Zertifizierte Arbeitnehmerüberlassung in Hamburg

Was genau ist eine Arbeitnehmerüberlassung? Dies ist eine Frage, über die sich viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht im Klaren sind. Zeitarbeit und auch Leiharbeit sind Arbeitsverhältnisse, in denen ein Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber einem Dritten gegen Entgelt für eine begrenzte Zeit überlassen wird. Für ein solches Arbeitsverhältnis, welches im Arbeitsrecht als Arbeitnehmerüberlassung bezeichnet wird, gelten spezielle Voraussetzungen und Regelungen. Wir bei der Welt der Arbeit bieten Vermittlungsangebote in Hamburg für diese spezielle Art der Beschäftigung.

Die Entwicklung der Überlassung von Arbeitnehmern

Exakt definiert wird der Begriff als vorübergehende Überlassung eines Arbeitnehmers durch einen Unternehmer an einen Dritten zur Arbeitsleistung. Dabei ist die Arbeitnehmerüberlassung, kurz AÜ, im Gegensatz zu allen anderen ein dreiseitiges Beschäftigungsverhältnis. Für die Entleihfirma ist sie ein Instrument zur externen Flexibilisierung des Personaleinsatzes. Wenn bestimmte Arbeitskräfte vom Arbeitgeber beispielsweise nur saisonal gebraucht werden, ist die regelmäßige AÜ eine willkommene Möglichkeit. Eine erstmalige Regelung im Arbeitsrecht zur AÜ erfolgte im Jahr 1972. Die AÜ wurde zum ersten Mal im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verankert.
Die letzte Änderung an diesem Gesetz trat am 01.04.2017 mit dem Ziel in Kraft, den tatsächlichen oder vermeintlichen Missbrauch des Einsatzes von Leiharbeit und Werkverträgen zu verhindern. Außerdem unterliegt das AÜG seit 2012 der allgemeingültigen Mindestlohnverordnung.
Glücklicher Arbeitnehmer nach Arbeitnehmerüberlassung in Hamburg

Diese Vorteile ergeben sich durch eine Arbeitnehmerüberlassung

Die größten Vorteile der Zusammenarbeit mit uns für Sie als Arbeitgeber liegen in der Flexibilität der Einstellungsmöglichkeiten und in der Kostenersparnis durch eine wiederkehrende Einstellung der gleichen Arbeitskraft. Daraus folgen für Sie sowohl ein geringerer bürokratischer Aufwand als auch weniger Kosten für Ihre eigene Personalabteilung. Leih- und Zeitarbeit bergen jedoch nicht nur Vorteile für die Unternehmen. Zeitarbeit kann Berufsanfängern beste Chancen für den Einstieg in die Arbeitswelt verschaffen. Weitere Vorteile für den Arbeitnehmersind:
Mitarbeiter der Welt der Arbeit Renate Heuser GmbH in Hamburg besprechen mit Arbeitskräften die Möglichkeit einer Arbeitnehmerüberlassung
  • Gesetzlicher Kündigungsschutz
  • Volle Sozialversicherungspflicht
  • Gesetzlicher Arbeitsschutz
  • Berufliche Umorientierung
  • Bildung neuer beruflicher Qualifikationen

Die Vertragsbeziehung in einem zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnis

Anders als bei herkömmlichen Arbeitsbeziehungen entsteht bei der Arbeitnehmerüberlassung ein dreiseitiges Verhältnis aus Verleiher, Entleiher und Leiharbeiter. In diesem besteht zwischen dem Verleiher und dem Entleiher ein Vertrag, der die entgeltliche Überlassung von Arbeitskräften regelt. Zwischen dem Verleiher und dem Leiharbeitnehmer resultiert aus diesem Vertrag ein Arbeitsverhältnis. Zwischen dem Entleiher und dem Leiharbeitnehmer besteht im Zeitraum der Leiharbeit kein Arbeitsverhältnis.

Setzen Sie mit Welt der Arbeit auf eine qualifizierte Arbeitsvermittlung im Bereich Leih- und Zeitarbeit in und um Hamburg. Wir finden für Sie als Arbeitgeber die richtigen Arbeitskräfte oder für einen Leiharbeitnehmer die nächste berufliche Herausforderung.

Kontakt

Renate Heuser, Welt der Arbeit

WELT DER ARBEIT Renate Heuser GmbH
Colonnaden 5 · 20354 Hamburg
Telefon 040/ 28 66 59 -0 · Telefax 040/ 28 66 59 -60
info@welt-der-arbeit.de

Anfahrt

Sie finden uns in der Straße Colonnaden 5,  20354 Hamburg.

Unser Bürogebäude befindet sich direkt an der Alster, 280m entfernt vom Gänsemarkt, direkt in der Neustadt der Hansestadt Hamburg.

Vom Hauptbahnhof fahren Sie mit der U2,U4 oder der S1 und S3 zum Jungfernstieg.

Sie können uns ebenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der U-Bahnstation Stephansplatz in weniger als 5 Gehminuten erreichen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Fragen zur Arbeitnehmerüberlassung

Was versteht man unter Arbeitnehmerüberlassung?

Unter Arbeitnehmerüberlassung versteht man das vorübergehende Entleihen von Arbeitnehmern in einen anderen Betrieb als den des Arbeitgebers. Das bedeutet, ein anderes Unternehmen entleiht für einen bestimmten Zeitraum Arbeitskräfte vom eigentlichen Arbeitgeber. Man spricht hier auch von Zeitarbeit oder Leiharbeit.

Wie lange ist die maximale Dauer der Überlassung von Leiharbeitnehmern?

Die Grundregel lautet, dass Sie als Leiharbeitnehmer nicht länger als 18 Monate ununterbrochen bei einem Entleiher angestellt sein dürfen. Erst nach einer Pause von mindestens drei Monaten darf der Entleiher Sie erneut als Leiharbeiter für wiederum maximal 18 Monate anstellen. Über einen Tarifvertrag kann von dieser Regel abgewichen werden, dann dürfen Sie als Leiharbeitnehmer auch länger als 18 Monate beim Entleiher eingesetzt werden.

Wo finden sich gesetzliche Regelungen zur Arbeitnehmerüberlassung?

Die Rechte und Pflichten für die Arbeitnehmerüberlassung sind im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Daneben gelten für Sie als Leiharbeitnehmer ebenso wie für „normale“ Arbeitnehmer die allgemein gültigen Arbeitsgesetze.

Ab wann haben Leiharbeitnehmer Anspruch auf Gleichstellung mit den Stammkräften im Entleiherbetrieb?

Grundsätzlich haben Sie als Leiharbeitnehmer bereits ab dem ersten Tag ein Recht darauf, genauso wie Stammkräfte bezahlt („equal pay“) und genauso wie Stammkräfte behandelt zu werden („equal treatment“) das regelt § 8 im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Es gibt allerdings eine gesetzliche Ausnahme von dieser Regel, von der in der Praxis sehr häufig Gebrauch gemacht wird: Werden Sie als Leiharbeitnehmer nach einem Tarifvertrag bezahlt, dann muss der gezahlte Lohn nicht dem Lohn der Stammkräfte entsprechen. Allerdings ist diese erlaubte Ungleichbehandlung begrenzt. Spätestens nach neun Monaten (in Sonderfällen 15 Monaten) muss ihr Lohn als Leiharbeitnehmer an den Lohn der Stammkräfte im Entleiherbetrieb angeglichen werden.

Wie viel verdiene ich als Leiharbeitnehmer und gibt es einen Mindestlohn in der Leiharbeit?

Sollte das Recht auf gleiche Bezahlung von Beginn an greifen, dann verdienen Sie als Leiharbeitnehmer ebenso viel Gehalt wie die Stammkräfte des Entleiherbetriebs. Zum Schutz von Leiharbeitnehmern sieht das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz jedoch besondere Mindestlohngrenzen vor, die über eine Verordnung regelmäßig geändert werden. Die Verordnungen gelten also immer für einen bestimmten Zeitraum, bevor sie neu angepasst werden, und unterscheiden sich zwischen den alten und neuen Bundesländern. Ab dem 1. Januar 2019 können Sie als Leiharbeitnehmer mit einem Lohn von mindestens 9,49 Euro rechnen.

Welche Arbeitszeiten gelten im Einsatzbetrieb?

Sie unterfallen als Leiharbeitnehmer den ganz gewöhnlichen Regelungen zur Höchstarbeitszeit aus dem Arbeitszeitgesetz. Demnach sind nicht mehr als acht Stunden pro Tag, im Einzelfall bis zu zehn Stunden pro Tag, Arbeitszeit erlaubt. Eine Besonderheit ist, dass über die vertraglich vereinbarten Stunden hinaus geleistete Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto landen. Diese Überstunden werden dazu genutzt, solche Zeiten auszugleichen, in denen Sie als Leiharbeitnehmer unter Umständen keine Beschäftigung durch Ihren direkten Arbeitgeber, sprich der Zeitarbeitsfirma, bekommen. Doch auch hier gibt es Regeln, die Sie als Leiharbeitnehmer schützen. Wächst Ihr Arbeitszeitkonto auf über 150 Überstunden an, so muss die Zeitarbeitsfirma die Plusstunden inklusive der Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung etc.) gegen ein Insolvenzrisiko absichern. Das muss die Zeitarbeitsfirma Ihnen gegenüber nachweisen. Mehr als 200 Überstunden (in Sonderfällen bis zu 230 Überstunden) dürfen nicht auf dem Arbeitszeitkonto sein. Außerdem haben Sie als Leiharbeitnehmer ab 105 Überstunden einen Anspruch darauf, dass die Überstunden ausgezahlt werden.

Gibt es Anspruch auf Lohnfortzahlung an Feiertagen, bei Krankheit und im Urlaub?

Bei den Ansprüchen auf Lohnfortzahlung gibt es für Sie als Leiharbeitnehmer keinen Unterschied zu normalen Arbeitnehmern. Sie haben ebenso wie Stammkräfte Anspruch auf Lohnfortzahlung an Feiertagen und bei Krankheit. Das ergibt sich aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz. Das Gleiche gilt für den Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Urlaub. Hier greifen die allgemeinen Regeln auf Lohnfortzahlung nach dem Bundesurlaubsgesetz.

Was muss ich zum Thema Kündigung in der Leiharbeit wissen?

Im Grundsatz gelten für Sie als Leiharbeitnehmer die ganz gewöhnlichen Kündigungsschutzregeln. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, wer mit wem welches Vertragsverhältnis hat. Als Leiharbeitnehmer arbeiten Sie zwar im Entleiherbetrieb. Ihr Arbeitgeber bleibt aber nach wie vor die Zeitarbeitsfirma, bei der Sie den Arbeitsvertrag unterschrieben haben. Nur dort können Sie nach den allgemeinen Kündigungsregeln gekündigt werden. Wenn Sie unter den allgemeinen Kündigungsschutz fallen, dann braucht die Zeitarbeitsfirma in der Regel gute Gründe, um Ihnen zu kündigen. So reicht es beispielsweise bei einer betriebsbedingten Kündigung nicht aus, dass die Zeitarbeitsfirma Ihnen gerade keinen neuen Job anbieten kann. Vielmehr müsste auf Dauer absehbar sein, dass sich kein neuer Entleiherbetrieb mehr finden lässt.

Welt der Arbeit